Vielseitigkeit

Die " Vielseitigkeit" entstand als eine Prüfung für das Soldatenpferd, daß seinen Reiter aller Hindernisse zum Trotz schnell und sicher zum Ziel bringen sollte. Sie verlangte vom Pferd neben gutem Galoppier- und Springvermögen vor allem Gehorsam, Mut und Ausdauer, vom Reiter Schneid, Gefühl und Übersicht. So wurde die Vielseitigkeit, auch Military genannt, zur "Krone der Reiterei". Dies ist sie auch heute noch. Bei der Military, der alten Bezeichnung dieser "Königsdisziplin der Reiterei" ähnlich dem "Zehnkampf" der Leichtathletik, müssen Reiter und Pferd Ihre Leistungen in Dressur, Rennbahn, Gelände und Springen erbringen. Die Vielseitigkeit die das Pferd dabei unter Beweis stellen muß gaben dieser Disziplin den heutigen Namen Vielseitigkeit.
Es ist eine Prüfung, die von echter Partnerschaft zwischen Reiter und Pferd getragen ist. Sie ist geprägt von gegenseitigem Vertrauen und höchstem Leistungswillen.

Um ein Pferd auf ein "Große Vielseitigkeit" der Klasse S vorzubereiten benötigt man viel Zeit. Sehr viel Schrittarbeit und 2x in der Woche Intervalltraining. Bis zu 3 Stunden täglich wird das Pferd bewegt, sehr viel ruhige Arbeit mit eingeschlossen.. Immerhin gilt es im Rahmen einer solchen Prüfung ca. 24 km zu bewältigen.

Tagesablauf einer Vielseitigkeitsprüfung:
1. Tag: Dressurprüfung
2. Tag: Geländeprüfung: Diese teilt sich auf:
1. Wegstrecke (5 km) - Rennbahn mit 8 Hindernissen (3 km)
2. Wegstrecke (9 km) - Geländestrecke mit ca. 30 Sprüngen (6 km)
3. Tag: Verfassungsprüfung: Vorstellen des Pferdes vor den Richtern und dem Tierarzt, mit Vortraben zur Feststellung eventueller Verletzungen, anschließend Springprüfung mit 11 Hindernissen incl. Kombinationen.

Referentin: Dr. Claudia Hartl

Wiener Landesmeisterschaften - Austragungsbedingungen